Von den Zähnen, der Abgabe der Verantwortung und der Intuition

Es ist gar nicht so lange her, dass ich die Verantwortung für meine Zahngesundheit an andere abgab. Dabei ist es etwas, was an anderen Stellen, ob es jetzt nun die Gesundheit, die Beziehungen, die Arbeit etc. angeht, für mich überhaupt nicht in Frage kommt. Zu stark waren aber noch die Ängste in Bezug auf die Zähne angesichts der alten Geschichten und auch zu stark die Glaubenssätze, dass das nicht anders geht.

Eigentlich ist es etwas, was ich anderen immer wieder vor Augen führe und wobei ich auch Wege aus diesen Abhängigkeiten aufzeige. Wie das Schicksal so will, steckte ich selbst noch einer drin. (Wahrscheinlich damit ich nicht vergesse, wie es sich anfühlt und wie schwierig es ist, sich daraus zu befreien!). Natürlich hängt mit so einer Abhängigkeit immer auch ein kindlicher Anteil mit drin, der gerettet werden will. Und so erinnere ich mich, wie ich noch auf dem Zahnarztstuhl saß in der Hoffnung, es möge das letzte Mal sein.

Ein anderer Glaubenssatz bezog sich auf die Prophylaxe, die für mich äußerst schmerzhaft war. Ohne Betäubungsmittel und eine Ibuprofen vorweg ging da rein gar nichts. Ich erinnerte mich an einen Glaubenssatz meiner Mutter: "Wer gesund (oder auch schön) sein will, muss Schmerzen in Kauf nehmen." Was für ein Schmarrn! Nur, weil jemand es für richtig hält, sich 2 pro Jahr diesbezüglich quälen zu lassen, muss es doch nicht für alle so pauschal stimmen. Mittlerweile bin ich von der normalen Zahnpasta auf Zahnpulver umgestiegen und alles fühlt sich anders an. Natürlich liegt es nicht nur am Zahnpulver, sondern auch an meiner grundsätzlichen Beschäftigung mit dem Thema.

Eine große Hilfe war mir das Buch "Die Sprache der Zähne – Zähne als Spiegel der Seele" von Karin Bender-Ganser. Nach ihrer Anleitung habe ich eine Zahnanalyse gemacht und, o Wunder, festgestellt, dass die Hälfte meiner betroffenen Zähne mit den Themen meiner Existenz und meiner Lebensaufgaben zusammenhängen. Das war nun wirklich keine Überraschung, wies mich aber gleichzeitig noch auf einige verbliebene "Restthemen" hin. Das alles stärkt mein Vertrauen, dass ich mich aus eigener Kraft auch um das Thema Zahngesundheit kümmern kann, auch wenn es wiederum viel Arbeit, viel Neues-Lernen, viel Herumgraben ist. Es lohnt sich!

Ansonsten möchte ich noch meinen Aha-Effekt aus der gestrigen Sitzung teilen. Eigentlich ist der Sachverhalt völlig logisch, trotzdem wundervoll es so Schwarz auf Weiß zu erleben. Die Intuition meiner Klientin fühlte sich von derselbigen geringgeschätzt. Dabei ist die Frau gut mit ihrer Intuition verbunden und hört auf sie. Der Kontakt kam nicht zustande, es änderte sich nichts. Mir fiel auf, dass die beiden vielleicht aneinander vorbeireden. Ich fragte die Klientin, ob sie die Intuition für einen Anteil von ihr, also ihre persönliche Intuition hält, was ja auch stimmt. Sie bejahte. Spontan erklärte ich ihr, dass die Intuition zwei Gesichter hat: ein persönliches und ein universelles. Sie wertet nicht nur die persönlichen Erfahrungsdaten zwecks Bauchgefühl und Entscheidung aus, sondern alle Daten, die es gibt. Somit ist die Intuition auch eine überpersönliche Instanz und größer als ein Mensch. Das wollte die Intuition anerkannt bekommen, dass sie größer ist als die Klientin. Das sah die Klientin ein und die beiden verbanden sich aufs Neue und arbeiteten eng zusammen. Wunderschön!

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